2 Wochen Philippinen – Bohol und Siargao

Wie versprochen gibt es noch einen Blogpost zu meiner Reise auf die Philippinen. Wir hatten zwei Wochen effektiv Zeit + 3 Anreisetage insgesamt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Philippinen sind mit über 7.000 Inseln ein großes Reiseland. Da wir nur 2,5 Wochen hatten, mussten wir uns auf 2 Inseln beschränken. Die Reisewege sin nämlich relativ weit und die Fortbewegung nicht immer ganz so schnell. Für einen Transfer von einer Insel zur anderen braucht man immer einen ganzen Tag. Wir haben uns bei unserer Reise deshalb für 2 Inseln entschieden: Bohol und Siargao.

Anreise:

Unser erstes Ziel war Bohol. Um schlussendlich dort zu landen, haben wir ca. 30h gebraucht. Wir haben einen Flug von Stuttgart über Istanbul nach Cebu gebucht (Kosten pro Person knapp 800 Euro). Cebu ist mit Manila einer der größten Flughäfen auf den Philippinen und wird international angeflogen. Um dann von Cebu nach Bohol zu kommen, muss man eine Fähre nehmen, die zwischen 6:00 Uhr morgens und 18:00 Uhr Abends operiert. Da unsere Ankunft mit dem Flieger allerdings Nachts war, mussten wir in Cebu eine Zwischenübernachtung nehmen, da keine Fähren in der Nacht ablegen.

Unsere Unterkunft für die erste Nacht war dann direkt am Flughafen von Cebu, das Goldberry Suites Hotel. Es hatte einen kostenlosen Airport Shuttle dabei (für 55 Euro/Nacht) und somit wurden wir vom Flughafen abgeholt. Das ist ganz entspannt nach einer langen Reise. Die Zimmer waren große und sauber, für eine Transfernacht also perfekt.

Am nächsten morgen ging es direkt vom Airport Hotel zum Hafen von Cebu, an dem die Fähre nach Bohol ablegt. Die Taxifahrt dauert ca. 45 Minuten und kostet ca. 5 Euro. Als Fährenbetreiber haben wir uns für die Oceanjet Fähre entschieden, die uns für ungefähr 11 Euro nach Bohol brachte. Es gibt auch „einheimische“ günstigere Fähren, diese sind allerdings aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht zu empfehlen. Die paar Euro mehr solltet ihr definitiv ausgeben.

Bohol – Anda: Auf Bohol verbrachten wir insgesamt 7 Tage. Zuerst 4 Tage in Anda und danach 3 Nächte im 1,5h entfernten Panglao. Anna liegt an der Ostküste von Bohol und ist vom Tourismus noch verschont geblieben. Es gibt ein paar wenige Resorts und viele einsame und verlassene Strände. Genau deshalb haben wir uns für diesen Ort entschieden, da wir nach der langen Reise einfach nur entspannen wollten. Die Anreise dauert vom Hafen ungefähr 2h mit dem öffentlichen Bus (ca. 6 Euro Fahrt) oder 1,5h mit dem privaten Taxi (ca. 50 Euro). In Anda gibt es ein paar wenige kleine Supermärkte, Restaurants und nur einen Geldautomaten. Dieser Geldautomat funktioniert allerdings oft nicht! Deshalb unbedingt genügend Bargeld mitnehmen, ansonsten seid ihr dort aufgeschmissen. Man kann natürlich noch nirgends mit Karte zahlen. Was aber sehenswert ist: Die 3 Cave  (Wasserhöhlen), die direkt in Anda zu finden sind.

Unsere Unterkunft war das Three Little Birds Resort. Es ist komplett neu, wunderschön, achtet auf Nachhaltigkeit und ist zu 100 Prozent zu empfehlen.

Am letzten Tag haben wir eine Insel-Tour mit einem Privatfahrer gebucht (ca. 90 Euro), der alle Stops abgefahren hat, die wir sehen wollten. Das waren:

  • Chocolate Hills (zu empfehlen, vielleicht sogar mit einer Quad Tour)
  • Loboc River Cruise mit Buffet (hier den Anbieter genau auswählen, viele Anbieter haben super schlechtes Essen)
  • Butterfly Garden (nicht machen!!!! das ist ein Zoo mit super schlechter Tierhaltung 🙁 )
  • Tasier Sanctuary

Bohol – Panglao: Nach 4 Tagen Anda wollten wir wieder etwas mehr Menschen sehen. Deshalb haben wir uns entschieden, bevor wir die Insel verlassen, einmal nach Panglao, ganz am anderen Ende von Bohol zu fahren. Das ist als Tourismus Gegend bekannt und es gibt mehr Unterkünfte, Bars und Co. Dieser Ort hat uns allerdings nicht so gut gefallen, da es sehr hektisch war und es sehr viele Straßenverkäufer/Taxifahrer gab, die einen permanent angesprochen haben. Dafür gibt es aber Bars, 2 Fitnessstudios, tolle Restaurants und Trubel – hier muss man einfach abwägen, was man lieber mag. Ruhe und keine Infrastruktur oder Touristen und viel Auswahl. Auch gibt es hier einige To-Dos, die man gemacht haben muss:

  • Bohol Bee Farm (leckeres selbstangebautes Bio-Essen): The Buzz Cafe
  • Hinagdanan Cave
  • Panglao Cliff Jump (falls ihr gerne von Klippen springt)

Restauranttipps:

  • Bamboo Place
  • Black Stone (@Alona Palm Resort)

Um zu diesen Punkten zu gelangen könnt ihr euch entweder ein Taxi holen oder wie wir einen Roller (ca. 10 Euro/Tag).

Unsere Unterkunft war eine der besten unserer Reise und hatte ein super Preis-Leistungsverhältnis. Das Alona Royal Palm. Kosten: 237 Euro für 3 Nächte inklusive Frühstück. Die Anlage ist nicht zu groß, sondern wirklich perfekt. Es gibt glaube ich 6-8 Häuschen für 2 Personen insgesamt. Damit hatte man immer Platz am Pool, es war super entspannt und es kam keine Hektik auf. Die Zimmer waren auch sehr groß und hatten viele Annehmlichkeiten wie eine Minibar, einen großen Safe, Haartrockner und dicke Decken. Ja, die dicken Decken muss ich extra betonen, weil man in vielen Unterkünften in Asien nur ein dünnes Leintuch bekommt. Und mit dicken Decken schläft es sich einfach um Welten besser.

Siargao: Auf Siargao haben wir die längste Zeit unserer Reise verbracht. Ganze 8 Nächte. Da wir etwas Abwechslung in der Unterkunft wollten, haben wir aber für jeweils 4 Tage zwei unterschiedliche Hotels gebucht.

Anreise: Die Anreise war nur mit einem Inlandsflug über Cebu möglich. Das heisst wir haben von Panglao ein Taxi zum Hafen von Bohol genommen, sind dann mit der Fähre (Ocean Jet) nach Cebu übergesetzt und von dort mit dem Taxi zum Flughafen von Cebu. Das hört sich kompliziert an & nimmt auch einen ganzen Tag in Anspruch, aber einfacher geht es nicht. Das ist mit Abstand der kürzeste Weg. Von Bohol fliegen nämlich keine Direktflüge nach Siargao sondern nur über die beiden Flughäfen Manila und Cebu. Der Inlandsflug hat uns ca. 60 Euro pro Person gekostet (mit Cebu Pacific Airlines). Achtung: Gepäck muss immer zusätzlich dazu gebucht werden!

Vom Vibe her ist Siargao wie ein kleines Bali würde ich sagen. Surfer-Vibes, Smoothie Bowls, Yoga, chilllige Atmosphäre – aber bei weitem noch nicht so überlaufen wie Bali. Ich fand es wirklich unglaublich toll dort und würde jederzeit wieder kommen.

Unsere erste Unterkunft: The Hillside Resort Siargao. Kosten: 300 Euro für 4 Nächte ohne Frühstück. Hier bekommt man ein schönes Apartment für gutes Geld. Auch der Poolbereich ist sehr schön. Zwei negativ Punkte gibt es aber: Das Zimmer ist relativ klein und das Resort etwas abseits von Siagrao. Mit Roller allerdings kein Problem und doe Unterkunft bietet jede Stunde einen kostenlosen Shuttle in das Zentrum an. Würde ich so wieder buchen.

Unsere letzte Unterkunft: Bulan Villas Siargao. Kosten: 567 Euro für 4 Nächte inklusive Frühstück. Am Schluss des Reise haben wir uns die teuerste Unterkunft „gegönnt“. Es ist ein kleines Resort in zweiter Reihe zum Strand mit schönen Villen aus Holz und toller Poolanlage. Das Zimmer war unglaublich toll, aber das Frühstück hat uns nicht so geschmeckt. Es gab nämlich wenig Alternativen ohne Fleisch, nur eine Granola Bowl oder einen Obstteller – und bei dem Preis hätte ich mir eine bessere Auswahl erwünscht. Man muss sowieso für sich abwägen, wie teuer die Unterkunft sein soll, da man im Endeffekt nur zum Schlafen dort ist, weil man meistens viele Ausflüge macht. Wir würden die teure Villa denke ich nicht unbedingt nochmal buchen.

Restauranttipps:

  • La Carinderia (Italiener ohne Pizza)
  • Kermit (Italiener)
  • Shaka Siargao (Smoothie Bowls)
  • Mamas Grill (günstig!)
  • Kitya’s Place
  • Bulan Pizzeria
  • Mad Monkeys

Unternehmungen:

  • Surffit Siargao Fitnessstudio: Tagespass ca. 1 Euro
  • Blue Lagoon (geführt Tour für ca. 40 Euro p.P.)
  • 3 Island Hopping Tour (geführte Tour für ca. 35 Euro p.P.) – Anbieterempfehlung: Lupita Adventures
  • Wakepark Siargao
  • Magpupungko Swimming Hole
  • Cloud 9
  • Maasin River

 

Allgemeine Tipps:

  • Auch wenn ihr viele Touristen seht, die beim Rollerfahren auf den Helm verzichten: Tut das nicht! Wenn euch etwas passiert, ist ein Rettungswagen nicht schnell gerufen. Begebt euch nicht in Lebensgefahr!
  • Die Sim Karte direkt am Flughafen holen (Anbieter: Smart SIM). Hier bekommt ihr eine Karte mit 20GB für ca. 20 Euro. Auf den Inseln bekommt man meistens nur Daten unter 5GB, was für eine 2-3 Wochen Reise sehr wenig sein kann.
  • Nehmt nicht so viel Gepäck mit. Überall gibt es Laundry Anbieter, wo ihr eure Klamotten super easy für wenig Geld waschen lassen könnt.
  • Falls ihr einen empfindlichen Magen habt, trinkt das kostenlose Service-Water, dass es in jedem Restaurant gibt nicht. Bestellt euch lieber ein extra Wasser in einer Flasche. Das kann euch sonst den ganzen Urlaub versauen.
  • Wenn ihr Inlandsflüge macht, unbedingt in langen Klamotten fliegen. Auf den Flughäfen ist die Klimaanlage super stark und es besteht bei kurzen Sommertops die Gefahr einer Erkältung.
  • Für Restaurantempfehlungen haben wir immer die App TripAdvisor benutzt und damit gute Erfahrungen gemacht.

Falls ihr weitere Fragen habt, immer her damit!

Wakepark SiargaoCloud 9

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